Zuwenig Impfstoff – was tun ?

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Der Impfstoff ist der Beginn der Bekämpfung der Pandemie und bringt uns Licht am Ende des Tunnels. Genauso wie man vor Weihnachten auf das Familienfest hingearbeitet hat und vergessen hat, dass dann nach den Zulassungen es einige Zeit dauern wird, bis die vulnerablen Gruppen geimpft sind, genauso braucht es jetzt einen Strategiewechsel im Fahrplan bis zum Sommer, aber nicht nur in Österreich, sondern auch in zumindest allen Ländern in der EU.

Der EU-Binnenmarkt ist genau jetzt, dass war wir brauchen – gemeinsam mit offenen Grenzen ohne Grenzkontrollen, damit wir die Wirtschaft wieder in Gang bringen. Touristik, Gastronomie und Handel braucht offene Grenzen, sonst bringt das alles gar nichts. Dann haben wir vielleicht die vulnerablen Gruppen geimpft, jedoch die Grenzen sind noch immer zu, oder nur für die vulnerablen Gruppen offen. Na dann wird die Solidarität spätestens aufhören, wenn die Pensionisten mit einem Impfpass in den Flieger steigen und diejenigen, die man Monate lang eingesperrt hat, zu Hause bleiben müssen, weil kein Impfstoff vorhanden ist.

Natürlich ist es erklärtes Ziel, die vulnerablen Gruppen zu schützen um schwere Krankheiten und Tod zu vermeiden, aber wissen wir denn eigentlich schon, wer das ist ?

Das Risiko an Covid-19 zu sterben ist bei über 85 jährigen überproportional hoch. Die Sterberate an Covid-19 zu sterben und über 85 zu sein, liegt bei 1:5 (Studie von Gideon Meyerowitz-Katz)

Laut einer veröffentlichten Studie sind über 90% mit Vorerkrankungen.

Ziel 1: Bist du über 85 und hast eine Vorerkrankung dann impfen.

Die Todesfallrate CFR ( case fatality rate, CFR ) liegt in Österreich bei 1,8% (Stand 22. Jänner 2021). Bei unter 50 Jährigen unter 0,1%. Also 1:1000.

Eine weitere Frage ist, dass das Gesundheitssystem nicht überlastet werden soll. Die Krankenhausbetten und Intensivbetten sind unter Dauerlast und dürfen nicht überlastet werden.

Lt. dem RKI und dem AGES Dashboard müssen ca. 7% der Infizierten im Hospital behandelt werden, also jeder 14.

Der Altersschnitt des ICU-Belags (jener die auf der Intensivstation landen) ist durchaus von älteren Altersgruppen dominiert. Etwas mehr als die Hälfte sind älter als 65 Jahre. (Bericht des Sozialministeriums)

Das Risiko für eine Beatmungspflicht unter hospitalisierten Männern doppelt so hoch war wie bei Frauen (RKI).

0,89% der positiv Getesteten werden auf einer Intensivstation betreut. (Bericht des Sozialministeriums, Oktober 2020).

1,8 Millionen Österreicher sind über 65 Jahre alt. (Bevölkerungsstatistik).

Rund 220.000 Menschen in Österreich sind über 85 !

Bleiben rund 1.6 Millionen über 65, die ein erhöhtes Sterberisiko haben. (statistisch gesehen).

Bis Ostern müssten also

1 Million Dosen Biontech, 200.000 Dosen Moderna und zwei Millionen Dosen AstraZeneca kommen.

Das entspricht in etwa der Anzahl an Personen, die ein erhöhtes Sterberisiko haben. Alles gut, die Zahlen der schweren Fälle geht runter, es kann alles aufgesperrt werden und es wird weiter geimpft, bis wir zum Sommer Ende Juni dann die Herde immun haben.

Guter Plan, jedoch völlig uneignet das Problem zu lösen.

Wenn Sie eine Wohnung sauber bekommen wollen, dann putzen sie ja nicht auch da und dort, sondern großflächig, oder ? Sonst bekommen sie die Wohnung nie sauber.

Wer würde eine Wohnung so säubern ?

Wäre es nicht viel sinnvoller, folgende Frage aufzuwerfen:

  1. Wer ist schon jetzt zumindest teilgeschützt ?
  2. Wäre es nicht sinnvoller – lokal die Vulnerablen Gruppen und jene Gruppen zu impfen, die das Virus übertragen ?
  3. Wie kann man die vulnerablen Gruppen, sonst noch von den Gruppen trennen, die nicht einmal teilgeschützt sind ?

Was wir stets tun, ist da ein bissi sauber machen und dort ? Das ist keine Strategie eine Wohnung sauber zu halten.

Was ist mit einem stärker, verpflichtenden Kontaktnachverfolgung ? Hat man diese Strategie gänzlich aufgegeben ? Warum ?

Und was ist, wenn morgen eine Mutation auftaucht, gegen die die Impfung nicht wirkt. Viren sind tot, aber nicht dumm. Mutationen reagieren auf die Verbreitungsmöglichkeiten und werden weiterhin den Tod bringen und schwere Verläufe in den Intensivstationen.

Wenn wir also unsere Kontakte reduzieren, so wird das Virus Möglichkeiten suchen (durch Selektion) diese Möglichkeit über zu überbrücken.

Weniger Kontakte – höhere Ansteckungsrate nötig.

Der Geist des Virus ist da. Das klingt nach Esoterik aber ist Tatsache. In allen Epidemien und Pandemien ist dies schon vorgekommen und wir müssen das Virus austricksen. Wir müssen lernen, wie wir mit dem Virus leben können und nicht wie wir es vernichten können. Dazu sind wir zu langsam.

Ich plädiere für folgendes Experiment:

Freiwillige gehen auf ein Schiff und stecken sich dort mit dem Coronavirus an. Die Freiwilligen bekommen dafür Geld und eine Super – Reise- das Risiko ist enorm. 5000 Menschen aller Altergruppen würden meiner Einschätzung reichen. Durch Tests und Medizinische Betreuung wird kontrolliert die gesamte Schiffbesatzung, die gesamte Passagierliste durchinfiziert. Das sollte in 14 Tagen locker gehen.

Jetzt werden sie sagen – der Havel ist verrückt – menschliche Experimente auf dieser Ebene sind Irrsinn.

Ja das mag sein, aber ganz ehrlich, wir machen das alle täglich und haben es schon gemacht ?

Was ist mit den Antikörperstudien passiert ? Warum versteckt man die Ischgl und Wachaudaten so sehr ?

Wenn wir das Virus nicht besiegen können, so müssen wir damit leben lernen und zwar haben wir noch genau 6 Monate Zeit. Dann ist wieder Herbst und ich hoffe, dass bis dahin nicht die COVID-21 B.1.1.7.13.6 Variante (willkürliche Zahl) uns den gar aus macht und wir noch mehr Menschen verlieren. Diejenigen die vulnerable sind und diejenigen die bis dahin den Selbstmord den wirtschaftlichen Suizid vorziehen.