Einst stand hier ein edles Schloss

KIERLING (ph):

Einst stand hier ein edles Schloss und Ulrich von Chirchlingen so hieß der Boss.

Die Bauern wollten für sich selber rackern und drohten ihm die Burg abzuflackern.

Nachdem er floh und die Hütte brannte, sah man den Ulrich wie er rannte.

Das Spitelwiesenkreuz dort heut noch steht und uns diese Geschichte spannend erzählt.

Geht nicht vorbei, sondern setzt Euch nieder.

Der Weinbauverein stiftete ein Bankerl für Eure müden Glieder.

c) Peter Havel , 25. April 2020

Die geschichtliche Wahrheit dahinter:

„Auf dem Hahn“ da stand einst, so erzählt es die Sage, ein Schloss – im 13. Jahrhundert eher eine Burg. Die Bauernfamilie Schatz ließ 1948 dort ein Feldkreuz errichten. Man erzählt auch, dass dieses Schloss einst von einem Erdbeben im Boden versunken ist.

Nun ergeben Recherchen, dass entweder es gar kein Erdbeben war, sondern die Bauernschaft, die im 13 Jahrhundert den Ulrich von Chirchlingen (einer der Herren von Kierling) die Burg abgefackelt hat (vergl. Gäuhühner – ist ein mittelalterliches Gedicht). Das große historische Erdbeben vom Ried am Riederberg war erst am 15. September 1590. Falls es ein Erdbeben war, so vor dem Sturm der Gäuhühner (Bauernschaft) ~ 1240 n. Chr.. gewesen sein. Lt. ZAMG müsste es dann Folge des Erdbebens vom Katschberg 1201 gewesen sein.

In den Gäuhühnern – ein mittelalterlicher Text steht geschrieben:

…in einer churzen stunde

warf si die ertpibede nider.

als er geboute da wider

da verlos er aber sin habe.

(vergleiche heimatkunde von kierling, Dr. Schmutzer, Seite 82)

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