Sie werden auf den blicken, den sie durchbohrt haben

Dieses Schriftwort aus dem neuen Testament (Joh. 19,37) soll hier einmal in einem ganz anderen Zusammenhang betrachtet werden. Seit der französischen Revolution ist der Umstand bekannt, dass derjenige, der eine Revolution anzettelt, auch gefressen wird. Diese beiden Sprüche haben eines gemeinsam, es geht jemand dabei drauf – einerseits weil er durchbohrt wurde, andererseits weil er gefressen wird. Wir reden hier nicht vom nicht mehr so christlichen Abendland, sondern vom Steuerzahler. Steuern zahlen in erster Linie die Unternehmer und dann die Arbeitskräfte, die für diese Unternehmer Gewinne erwirtschaften. Mit diesen Steuern werden dann der Staat, die Verwaltung und die Infrastruktur, sowie die öffentliche Ordnung aufrecht erhalten. In einer Demokratie entscheidet die Mehrheit und die Mehrheit zahlt keine oder fast keine Steuern und Abgaben und so werden immer mehr jene zur Kasse gebeten, die bisher schon die Steuerlast getragen haben. Damit man aber diese Last tragen kann, braucht man Rahmenbedingungen, damit man diese Umsätze und Gewinne auch erwirtschaften kann und genau diese Rahmenbedingungen sind nicht mehr vorhanden. Registrierkassen, Genderwahn und komplexes Gewerbe-, Steuer- und Sozialrecht, Umweltauflagen und Arbeitnehmerschutz, Bonus / Malus und viele andere Dinge machen immer mehr Unternehmern den Betrieb schwer. Gefühlte 100x am Tag liest man von Schikanen von der Betriebsgründung bis zur laufenden, schikanösen Kontrolle durch die Behörden. Jetzt werden schon Ombudsmänner und -frauen installiert worden, die diesen Treiben eine Ende setzen sollen. Ja wo sind wir denn angelangt ? Der Staat sind wir und wir wollen das nicht, oder ? Hetzerische Gratisblätter und politische „Vorbilder“ machen uns täglich vor, dass nicht mehr Zusammenhalt herrschen muss, sondern jeder gegen jeden. Nach dem 2. Weltkrieg undenkbar und heute leider bittere Realität. Auf europäischer Ebene genauso wie im Gemeindebau, wir sind ein Mischvolk von Individualisten geworden, wo das Wort „jeder ist sich selbst am Nächsten und die anderen sind schuld“ zum Kredo der Hetzer geworden ist. Am Ende des Tages bleibt nichts über, als Chaos und Anarchie und Krieg, und das können wir doch alle nicht wollen, oder ? Wer soll denn das alles bezahlen, falls wir die öffentliche Ordnung nur mehr dadurch erhalten können, die Exekutive mit immer mehr Mitteln auszustatten, um Grenzzäune aufzustellen und an öffentlichen Plätzen die rivalisierenden Volksgruppen auseinander zu halten und auf der anderen Seite jenen die dieses System finanzieren mit täglich neuen Regeln das Überleben schwer zu machen. Am Ende des Tages wird dann die Masse auf den blicken, den sie durchbohrt haben und das sind zuerst jene, die das bezahlen und dann jene Menschen, die es bis zu Letzt ausgenützt haben, dass es so bergab ging.